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Frohburger Gewerbemesse im April


Frohburg/Bubendorf. Seine Frohburger Gewerbemesse, die ursprünglich im August 2016 geplant war, richtet der Frohburger Gewerbeverein nun im April 2017 aus. Und erweitert ihr Konzept um ein Frühlingsfest. „Wir möchten nicht nur an die 50 Unternehmen präsentieren, sondern Besucher aller Altersgruppen zu einem erlebnisreichen Tag einladen“, sagte Vereinsvorsitzender Rainer Musch. Auf dem Neujahrsempfang des 36 Mitglieder zählenden Vereins am Dienstagabend in Bubendorf wurde nicht nur über Vorhaben des neuen Jahres gesprochen. Es wurde auch zurückgeschaut auf 2016 – „auf ein Jahr, das gut für uns war, selbst wenn wir wegen der Orkangefahr unseren Weihnachtsmarkt um einen Tag hatten verkürzen müssen“.

Dass der Gewerbeverein Frohburg in dieser Form in ein neues Jahr startet, ist gute Tradition. Es stärkt den Zusammenhalt, schärft den Blick auf neue Herausforderungen – und weitet ihn auf die Stadtgesellschaft als Ganzes. Dem positiven Resümee des Vereins stellte Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) eine Lageeinschätzung gegenüber, die durchaus problemträchtig sei – nicht nur für Frohburg, sondern für viele vergleichbare Kleinstädte im ländlichen Raum. „Wenn man sich nur auf staatliche Zuschüsse verließe, würde es eines Tages nicht mehr vorangehen“, warnte er. Angesichts einbrechender Gewerbesteuer-Einnahmen von 300 000 Euro im Jahr müsse die Stadt genau auf Einnahmen und Ausgaben schauen. Im Besonderen aber gelte es, das Gewerbe zu fördern – ausdrücklich nicht nur die Neuansiedlung von Firmen, sondern alteingesessene Unternehmen. Geschehen könne das zum Beispiel durch den Abbau baurechtlicher Hemmnisse, die Betriebserweiterungen erschwerten.

Zum anderen komme es darauf an, die Attraktivität Frohburgs als Wohn- und Zuzugsort weiter zu stärken, denn die Anteile an der Einkommenssteuer seien ebenso eine wichtige Quelle für die Kommunalfinanzen. „Hier spüren wir einen durchaus positiven Druck, brauchen unbedingt weiteres Bauland“, sagte Hiensch. Ein Areal hinter dem Schützenhaus für 16 Eigenheime werde ab dem Frühjahr erschlossen, und es gebe erfreuliche Signale, das Areal im Wyhrabogen endlich städtebaulich zu entwickeln. Die Einwohner-Entwicklung Frohburgs weise nach oben, so Hiensch: „Wenn sich das Meldeamt nicht verrechnet hat, hatten wir 2016 seit Langem mal wieder Zuwachs.“


Drei große Veranstaltungen stehen für den Frohburger Gewerbeverein in diesem Jahr an: die Gewerbemesse samt Frühlingsfest am 22. April, eine Neuauflage des „Einkaufsabends bei Fackelschein“ am 20. Oktober und der Weihnachtsmarkt am Wochenende des dritten Advents. Messe und Fest finden diesmal im Wiesenmühlenweg statt: Tobias Heinze stellt dafür das Gelände seines Kfz-Meisterbetriebs zur Verfügung. Für ihre Präsentation könnten die Unternehmen aus Frohburg und den Ortsteilen „und natürlich sehr gern auch aus Kohren-Sahlis“ eine Halle sowie große Zelte nutzen, sagte Rainer Musch. Er setze auf eine große thematische Breite und „mindestens 50 Firmen. Daran arbeiten wir.“ Eröffnet werde die Messe durch einen Rundgang mit dem Bürgermeister.

Eingebettet sei sie in einen Familientag, der von zahlreichen Vereinen unterstützt werde, so dem langjährigen Partner MSC Frohburger Dreieck, aber auch von Oldtimerverein Kohren-Sahlis, Feuerwehr und anderen. Für Kinder gebe es einen Erlebnisparcours und ein Spielmobil, der Kohrener Landexpress bietet Fahrten an.

Mit ihrem Einkaufsabend sind die Frohburger im Jahreslauf traditionell die Letzten in der Region. Angesichts des mehrfach schon ungünstigen Wetters wurde beim Empfang erneut über eine Verlegung diskutiert – und erneut verworfen. „Damit unser besonderes Flair mit den Fackeln zur Geltung kommt, brauchen wir Dunkelheit“, sagte Rainer Musch. Zum anderen wolle man Rücksicht nehmen auf die Einkaufs-Events von Borna und Geithain, die im September stattfänden. Nicht zuletzt: „Schlechtes Wetter hatten wir auch, als wir mal im August zum Einkaufsabend einluden.“

Im Oktober 2016 habe man erneut viele hundert Besucher in den abendlichen Innenstadt-Straßen und in den Geschäften zählen können, meinte Torsten Wünsche in seiner Veranstaltungsbilanz: „Unsere dezentrale Strategie hat sich bewährt. Die werden wir fortführen.“ Zudem entwickele man bis zum Herbst einige Ideen, um dem Publikum auch Neues bieten zu können – oder erneut etwas, was über Jahre gut ankam: eine Tombola möglicherweise. Zwei Dutzend Geschäftsleute und Firmen hätten sich eingebracht, ein leichter Zuwachs. Selbst Nichtmitglieder des Vereins hätten sich gegen Zahlung eines Obolus‘ beteiligt – für Wünsche ein Zeichen dafür, dass der Einkaufsabend eine runde Sache sei.

Von Ekkehard Schulreich

LVZ vom 11. Januar 2017


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